Vorsätze für das neue Jahr – Checkliste für Radioproduzenten

Du hast neue Joggingklamotten im Schrank, damit du bei den guten Vorsätzen für dieses Jahr auch einigermaßen aussiehst. Und wenn du nicht noch übriggebliebene Urlaubstage aus dem letzten Jahr abbummelst, dann machst du dir vielleicht gerade Gedanken wie du dir das bevorstehende Arbeitsjahr bestmöglich gestalten kannst (als ausgezeichneter Vorzeige-Produzent wie du einer bist).

Steve Martin von earshotcreative.com macht es dir und mir als Produzenten einfach. Er hat ein „Producer Check Up“ veröffentlicht. Hier können wir uns etwas Inspiration holen. Vielleicht ist nicht alles für dich und deine Arbeit als Radio/Audioproduzent relevant, aber ich habe die Liste für dich übersetzt und ergänzt.

Planung

Wie soll der Sender in diesem Jahr klingen? Ist das Sound Design mit dem Format, Image und der gespielten Musik im Einklang? Brainstorme etwas und mach dir am besten eine Check Liste, damit du alle Schritte die notwendig sind notiert hast um dein Ziel zu erreichen.

Dein Vorhaben sollte mit dem zur Verfügung stehenden Budget umsetzbar sein.

Sortiere nach Wichtigkeit. Was sind die Dinge an denen du zuerst arbeiten solltest?

Kannst du schon abschätzen wann in diesem Jahr die Bude brennt und wann du vielleicht etwas Luft hast – dann plan schonmal feststehende Termine und Projekte, damit du den Überblick behältst.

Mach bereits jetzt einen groben Urlaubsplan. Deine Kollegen und Kunden werden es dir danken (und dich gleichzeitig hassen) wenn du sie frühzeitig darüber informierst, wann du dir in Thailand am Strand einen Cocktail gönnst.

 

Weiterentwicklung 

Man hört es aus allen Ecken. Selbstoptimierung. Wie möchtest du dich dieses Jahr weiterentwickeln?

Was sind die Dinge die du in deiner Rolle als Radio- oder Audioproduzent noch nicht 100% drauf hast? Wie wirst du deine Kenntnisse dieses Jahr vertiefen?

Kreativer Workflow

Du arbeitest in deinem Funkhaus mit einem Team die sich um Vertrieb, Programm und Kommunikation kümmern? Gut. Wenn nicht, hat Steve auch dafür eine Lösung. Ein Briefingsheet soll dir helfen die wichtigsten Punkte vor einem Projekt festzuhalten. Ich habe es für dich übersetzt.

Werden bei jeder Promotion deine Interessen, die Interessen des Kunden, der Marke und des Hörers berücksichtigt?

Setzt du wirklich die bestmöglichen Ideen für Promotions um? Wie kannst du dir etwas mehr Zeit für kreatives Denken verschaffen, um absolut sicher zu sein?

 

Zeit- und Teammanagement

Welche Stärken haben deine Teamkollegen und welche Schwächen gibt es?

Wie könntet ihr zusammen dafür sorgen. dass Sie ihre Fähigkeiten weiterentwickeln, damit ihr effektiver arbeiten könnt?

Welche Aufgaben kannst du delegieren, automatisieren oder von deiner Liste streichen?

Arbeitest du mit externen Partnern wie Radiobranding- und Jinglefirmen zusammen? Wie kannst du die Zusammenarbeit erleichtern und fördern?

Hast du ein gutes Verhältnis zu den Entscheidungsträgern deines Unternehmens und arbeitest mit ihnen Hand in Hand, damit sie auch Entscheidungen treffen können, von denen Du und deine Arbeit profitiert?

Teile deine Arbeit in Social Networks oder in diversen Podcasts und Blogs. Das hilft dir im Gespräch zu bleiben und bietet auch deiner Firma ein kostenloses Marketing in der Radio- und Podcastszene.

 

Du wechselst den Job

Wer übernimmt deine Aufgaben, wenn du gehst? Höre dich bei ehemaligen Kollegen um und hilf dabei einen geeigneten Nachfolger für deinen Job zu finden. Gibt es Talente in der Firma die deinen Posten übernehmen können? Dann teile sie deinem Vorgesetzten mit, damit er in ihre Entwicklung investieren kann.

Texte schreiben

Zählt jedes Wort in Spots und Elementen? Versuche die Botschaft und deren Wirksamkeit kurz und prägnant zu vermitteln. Weniger Wörter. Weniger Ablenkung.

Steht die Zielgruppe im Vordergrund? Bewerbe Vorteile für den Hörer, nicht nur Funktionen.

Erstelle eine Leseliste. Texte von anderen inspirieren und erweitern den Horizont.

 

Sprecher, Sänger und Regie

Hast du wirklich die richtige Stimme für jede Produktion gefunden?

Nimm dir eine Stunde Zeit, um nach neuen Sprechern und Gesangstalenten zu suchen. Probiere einige aus und geh auch mal Risiken ein.

Hast du ein Talent zum Coachen bei Sprach- und Gesangsaufnahmen um die gewünschte Qualität herauszukitzeln? Wenn nicht, nimm jemanden zu den Aufnahmen hinzu der es kann.

Produktion

Unterstützt die gesamte Produktion die Botschaft die vermittelt werden soll? Ist jeder Effekt absolut notwendig und passt er zum Sound Design des Senders?

Könnte eine Produktion von dir auch auf einer anderen Station laufen? Wenn ja, wie kannst du sie für deine Marke einzigartig machen?

Unterstützt alles was du produzierst den Hörgenuss des Zuhörers?

 

Technik

Bist du technisch ausreichend ausgestattet, damit der Sound für deinen Sender und dessen Format akzeptabel ist. Kann der Sound mit der Konkurrenz mithalten?

Verwendest du die bestmöglichen (in Bezug auf das Budget) Mikrofone für Sprach- und Gesangsaufnahmen? Wenn Du dir nicht sicher bist, teste ein paar Alternativen. Der Online Handel Thomann.de bietet  30 Tage Money Back. Dabei kannst du bei Nichtgefallen das Produkt  innerhalb dieses Zeitraums wieder zurückschicken.

Haben O-Töne und Telefonmitschnitte eine optimale Qualität?

Verbessert deine Weiterverarbeitung der Töne die Klangqualität und trägt dazu bei einen unverwechselbaren Sound zu kreieren?

Ist dein Sound über alle Kanäle hinweg einheitlich, auch bei On-Demand-Angeboten?

Werden Streaming- und On-Demand-Angebote mit einer vernünftigen Lautstärke ausgeliefert, um das beste Hörerlebnis zu erzielen?

 

Organisation

Wie stellst du sicher, dass Du nie zu beschäftigt bist, um organisiert zu bleiben?

Hast du alte Projekte archiviert und unerwünschte Dateien und Ordner gelöscht?

Nimm dir die Zeit, um SFX-, Vocal- und andere Imaging-Dateien zu beschriften undzu ordnen. Es lohnt sich!

Ist in der Cloud alles gesichert oder gespiegelt, falls das Schlimmste passiert?

Verwendest du eindeutige Passwörter oder einen Passwortmanager um immer an Daten oder Lizenzen zu kommen?

Entferne alle schriftlichen Passwörter von Studio- und Bürowänden sowie von PC-Bildschirmen. Man könnte sie in deiner Insta Story oder in einem Facebook Post sehen und ohne dein Wissen einsetzen.